Covid-19: Erkenntnisse und Stimmen unserer Wissenschaftler
Sep 2020

Nationale Medien

«Ich glaube, es gibt nicht viele reine Egoisten. Sonst wäre es nicht gelungen, praktisch übers Wochenende die Maskenpflicht durchzusetzen. Die meisten Leute sind sehr prosozial. Aber das Problem sind heute nicht die wenigen, die keine Maske im öffentlichen Verkehr tragen, sondern jene, die sich nach einer möglichen Infektion nicht in Quarantäne begeben – oder sogar noch in Bars oder Clubs gehen. Das ist eine extreme Form unverantwortlichen Handelns und müsste schon heute sanktioniert werden. Bei der Quarantäne ist die Gefahr des Trittbrettfahrens viel grösser, weil sie nicht so einfach kontrolliert werden kann. Sollte die Zahl der Neuansteckungen deutlich steigen, müsste man die Quarantäne klar anordnen und kontrollieren.»
Tagesanzeiger, Ernst Fehr, 24.7.2020

«'Pandemien gehören zu den grössten Schocks, die Volkswirtschaften treffen können', sagt Joachim Voth, 'sie sind eher selten, wenn sie einen aber erwischen, verändern sie das Leben ganz massiv.' Der Ökonom und Wirtschaftshistoriker hat den Einfluss von Seuchen in der Geschichte untersucht (...) 'Pandemien gehören zu den grössten Schocks, die Volkswirtschaften treffen können', sagt Joachim Voth, 'sie sind eher selten, wenn sie einen aber erwischen, verändern sie das Leben ganz massiv.' Der Ökonom und Wirtschaftshistoriker hat den Einfluss von Seuchen in der Geschichte untersucht.»
UZH Magazin 2/20, Joachim Voth, 8.7.2020

«Wie schnell die Schweiz bei der Unterstützung von Unternehmen reagiert hat, ist rekordverdächtig. Aber auch in anderen Ländern wie Deutschland und Österreich haben wir eine hohe Effizienz der sozialen Systeme gesehen. Dagegen haben die amerikanischen Institutionen versagt. Eine grosse Lehre ist deshalb die Überlegenheit des europäischen Sozialstaats (...) Hier in der Schweiz kennen wir nicht diese feindselige Gegenüberstellung zwischen Staat und Privatwirtschaft wie in anderen Ländern. Unsere staatlichen Institutionen verstehen sich als Dienstleister für die Privaten. Das ist ein wichtiger Vorteil im Hinblick auf die Globalisierung: Diese setzt eine Volkswirtschaft wiederkehrend externen Schocks aus. Das erfordert einen effizienten Sozialstaat. Denn dieser versichert die Menschen gegen unverschuldete Krisen, welche zum Beispiel zu Arbeitslosigkeit führen.»
NZZ am Sonntag, Ernst Fehr, 4.7.2020

«Zum Glück zeigen verhaltensökonomische Experimente der Forscher um den Zürcher Ökonomen Ernst Fehr, dass eine Mehrheit der Menschen anders als der reine Homo oeconomicus durchaus bereit ist, im Dienst des grossen Ganzen bemerkenswerte Opfer zu erbringen. Allerdings gibt es in der Regel auch eine Minderheit von vielleicht 20 bis 30 Prozent, die rein egoistisch orientiert ist. Das Problem dabei ist, dass die Kooperationsbereitschaft der Vernünftigen abnimmt, je öfter sie sehen, dass sich andere darüber hinwegsetzen. Das kann erklären, wieso das allgemeine Verhalten so kippt, wie es in den letzten Wochen zu beobachten war.»
NZZ, Ernst Fehr, 4.7.2020

«Die Corona-Krise treibt sicherlich die Debatte darüber an, welche Tätigkeiten in welchem Ausmass persönlichen Kontakt benötigen (...) Die bisherige Erfahrung zur Computerisierung weist leider auf das Gegenteil hin. Die Beschäftigung in Branchen mit grosser Computernutzung konzentriert sich stark auf grössere Städte. Dies ist ein Zeichen dafür, dass auch in informationsbasierten Wirtschaftsbereichen die physische Nähe und der direkte Kontakt von grosser Bedeutung sind. Gleiches gilt für die Innovation.»
NZZ, David Dorn, 2.7.2020

«Das BAG hat bis heute die falsche Aussage seines ehemaligen Chefs nicht korrigiert, dass es keine Studien gebe, die den Nutzen von Masken zum Eigenschutz belegten. Das habe, so vermutet Ernst Fehr, Professor für Verhaltensökonomie an der Uni Zürich, zur geringen Akzeptanz von Masken in der Schweiz beigetragen. 'Heute kommt man sich wie ein Aussenseiter vor, wenn man eine Maske trägt', sagt Fehr. 'Am Anfang wurde ihre Wirksamkeit heruntergespielt. Dabei hätte man ehrlich sagen sollen: Wir haben momentan zu wenig Masken, aber sie nützen. Es wäre gut, wenn die Bedeutung der Schutzmasken jetzt klar kommuniziert würde.
Beobachter, Ernst Fehr, 24.6.2020

«Wir haben die Krise im Grossen und Ganzen trotz hoher Kosten recht gut bewältigt... Ein Smarter Lockdown erstellt landesweite Regeln mit Massnahmen. Damit spart man sich enorme ökonomische Kosten... Gerade dort wo die Ressourcen kanpp sind müssen wir den Lockdown bzw. diese Massnahmen auf eine Art und Weise implementieren, dass die Kosten möglichst minimiert sind... WIr müssen in der Lage sein, subtilere Instrumente zu entwickeln, welche die Kosten des Lockdowns bzw. der Bekämpfungsmassnamen radikal senken... Wir können die Krise dann erfolgreich bewältigen, wenn wir die Kooperation der Bevölkerung haben. Es ist letztlich immer eine Verhaltensfrage... Ich glaube, es braucht eine Führungsrolle der öffentlichen Autoritäten. Wir brauchen einen Auslöseprozess, dass die Leute beim Contact-Tracing mitmachen.»
UBS Philanthropie Webcast, Ernst Fehr, 23.6.2020

«Schliesslich plädiert der Ökonom mit Blick auf die Zukunft für ein gerüttelt Mass an Pessimismus. Dieser sei der bessere Kompass durch eine Krise als eine optimistische Grundhaltung: 'Man muss von Natur aus Pessimist sein, um zu verstehen, wie schlimm eine Krise werden kann', sagt Joachim Voth, 'Optimisten, die die Welt immer rosig sehen, haben im Leben viele Vorteile; wenn es um Pandemien geht, gilt das aber nicht.'»
UZH Magazin 2/20, Joachim Voth, 16.6.2020

«Zwar gab es jeweils Anlass zur Sorge, doch Demokratien können, dank schonungslosem Aufarbeiten von Schwächen und Fehlern, getrieben vom Wettstreit der Parteien und offenem Meinungsaustausch, rascher aus selbst verschuldeten Problemen finden als die Konkurrenz. Sie sind in hohem Mass lernfähige Systeme. Nichts kann die Legitimität einer vom Volk gewählten Regierung ersetzen, wenn es darum geht, Opfer und Einsatz von ­allen zu verlangen. Eine der grossen Lektionen der Geschichte lautet: Demokratische Gesellschaften schlagen sich langfristig fast immer besser als autokratische.»
Finanz und Wirtschaft Kommentar, Joachim Voth, 8.6.2020

«In den USA sind die jetzigen Unruhen vor allem von der afroamerikanischen Bevölkerung getrieben. Diese Bevölkerungsgruppe ist von der Wirtschaftskrise, aber auch von der medizinischen Krise besonders stark betroffen. Sie hat überdurchschnittlich stark gelitten unter dem Arbeitsplatzverlust und auch unter den Corona-Erkrankungen. Was wir jetzt sehen, ist eine Situation, in der sich viel wirtschaftlicher und sozialer Frust bemerkbar macht. Die Proteste richten sich in den USA allerdings weniger stark gegen die Globalisierung, sondern sind in Verbindung mit der Polizeigewalt zu sehen.»
SRF, David Dorn, 8.6.2020

«David Dorn: Wir plädieren dafür, nicht in Panik auszubrechen und denken, dass die Schweiz nun einen Schuldenstand hat, der für die wirtschaftliche Prosperität und Entwicklung des Landes eine erhebliche Behinderung darstellt.»
SRF, David Dorn, 29.5.2020

«Daraus folgt: Die Schweiz soll sich Zeit lassen. Dorn lehnt nicht nur die Erhebung einer hohen «Krisen-Steuer» ab, sondern spricht sich auch gegen rigorose Sparprogramme aus. Stattdessen plädiert er dafür, dass die Politik die krisenbedingten Ausgaben als ausserordentlichen Aufwand taxiert. Dies gibt dem Parlament die Möglichkeit, die Rückzahlung der Schulden zeitlich hinauszuschieben. Die Schuldenbremse lässt dies explizit zu. Als möglichen Zeithorizont für die Kompensation der Corona-Schulden nennt Dorn dreissig Jahre.»
NZZ, David Dorn, 26.5.2020

«Die Schonfrist für den Bundesrat ist vorbei. Der bekannteste Ökonom der Schweiz spricht Klartext. Und sagt, wie wir einen zweiten Lockdown verhindern. Ernst Fehrs Stimme hat Gewicht. Dementsprechend umsichtig äussert sich der Wirtschaftsprofessor der Uni Zürich in der Öffentlichkeit. Doch jetzt legt er seine Zurück­haltung ab. Im Gespräch mit SonntagsBlick kritisiert Fehr das Vor­gehen des Bundesrats als ama­teurhaft und fordert repräsentative Corona-Tests in der Schweiz.»
SonntagsBlick, Ernst Fehr, 25.5.2020

«Die Ökonomen geben Entwarnung, dass die Corona-Schulden die langfristige Stabilität der Schweizer Staatsfinanzen gefährden könnten. 'Staatsausgaben, die während der Krise wirtschaftliche Härten abwenden, lebensfähige Wirtschaftsstrukturen erhalten und dazu beitragen, die Erholung nach der Krise zu beschleunigen, sind wichtig und sollten nicht übermässig durch die Sorge um die künftige Staatsverschuldung eingeschränkt werden', fasst David Dorn den Bericht der Expertengruppe zusammen.»
Tagesanzeiger, David Dorn, 23.5.2020

«David Dorn zählt in der Coronakrise zu den ökonomischen Vordenkern. Er ist Mitautor eines Positionspapiers der Universität Zürich, das schon früh die Strategie des Einfrierens und Wiederauftauens der Wirtschaft empfahl. Und er ist Mitglied der wissenschaftlichen Task Force des Bundesrates zur Coronakrise. In diesem Interview vertritt der Professor der Universität Zürich seine eigenen Ansichten.»
Luzernerzeitung, David Dorn, 2.5.2020

«Den Vorsitz der Ökonomiegruppe hat Monika Bütler, prominente Mitglieder sind David Dorn (Universität Zürich), Beatrice Weder di Mauro (Genf) und Jan-Egbert Sturm (ETH Zürich), der für eine starke Stützung der Wirtschaft plädiert.»
Weltwoche, David Dorn, 29.4.2020

«Der Starmoderator von Fox News hat das Coronavirus wochenlang als Schwindel bezeichnet. Das hat zum Verlust von Menschenleben geführt, wie eine Gruppe von Ökonomen mit Bezug zur Universität Zürich nun empirisch nachgewiesen hat. (...) Als Forschungsobjekt dienten dem Team, dem auch David Yanagizawa-Drott von der Universität Zürich angehörte, die zwei populärsten Talk Show Hosts des TV-Senders Fox News: Sean Hannity und Tucker Carlson.»
The Market by NZZ, David Yanagizawa-Drott, 22.4.2020

«Ernst Fehr, welche Lockerungen könnte man in einem ersten Schritt ins Auge fassen? 'In Kantonen, in welchen die Infektionsrate sehr gering ist und durch regelmässiges Testen und Nachverfolgen von Infektionsfällen die Gefahrenherde schnell erkannt und eingeschränkt werden können, sollte man den Kreis der erlaubten wirtschaftlichen Aktivitäten erweitern und bestimmte Formen des Schulunterrichts wieder zulassen.'»
NZZ, Ernst Fehr, 11.4.2020

«David Dorn, es wird sehr viel Geld locker gemacht von den Notenbanken und den Staaten. Wird aus der Marktwirtschaft nun eine Staatswirtschaft? 'Es geht hier nicht um das Aushöhlen der Marktwirtschaft. Es geht darum, auf die grosse staatliche Intervention zu reagieren, die wir ja bereits haben – nämlich die Tatsache, dass viele Unternehmen ihre Geschäfte gar nicht mehr betreiben können. Weil wir nun diesen enormen staatlichen Eingriff in die Wirtschaft haben, stellt sich die Frage, wie wir nachgelagerte Eingriffe vornehmen können, um die Kosten sinnvoll zu verteilen und auch weitere Folgekosten so weit als möglich zu vermeiden.'»
SRF ECO, David Dorn, 10.4.2020

Braucht die Wirtschaft auch á-fonds-perdu-Beiträge? Das fordern unsere Professorinnen und Professoren. David Dorn war zu Gast bei SRF ECO und stellte sich den Fragen, ob mit Geldpolitik bei einer Pandemie überhaupt etwas ausgerichtet werden kann. Im Moment gelte es vor allem sicherzustellen, dass genügend Liquidität bereitstehe, um Notfallkredite zu vergeben und auch Arbeitslosengelder zu bezahlen, eröffnet Dorn. Bei länger anhaltenden Einschränkungen können viele Unternehmen und Branchen nur dann am Leben erhalten werden, wenn ein Teil der gesprochenen Darlehen nicht zurückbezahlt werden muss. Dorn betont dass die Unternehmen Anreize haben müssen, um auch in der schwierigen Lage, in der sie sind, möglichst gut zu Geschäften und möglichst Kosten zu vermeiden. Dementsprechend sei es angezeigt, dass die Unternehmen einen Teil der Kosten selbst tragen müssen.
SRF ECO, David Dorn, 6.4.2020

«Der Ruf nach strukturerhaltenden Massnahmen stösst in wirtschaftsliberalen Kreisen normalerweise mit gutem Grund auf Ablehnung. In einem marktwirtschaftlichen System scheiden fortlaufend wenig produktive Unternehmen aus dem Markt aus, womit sich Arbeitskräfte und Kapital hin zu produktiveren Gesellschaften verschieben. Rezessionen können zudem eine Korrektur bringen, mit der zuvor übermässig angeschwollene Branchen wieder auf ein nachhaltiges Niveau schrumpfen. Die aktuelle Krise unterscheidet sich jedoch deutlich von früheren Rezessionen. Betroffen sind nicht nur die schwächsten Branchen und Firmen, sondern auch viele Wirtschaftszweige und Unternehmen mit solidem Geschäftsmodellen und intakten Zukunftsperspektiven. Damit die Schweizer Volkswirtschaft die Krise gut überlebt, müssen diese Unternehmen und ihre Arbeitsplätze erhalten werden, um so eine schnelle Erholung der Wirtschaft nach der Krise zu gewährleisten.»
Finanz und Wirtschaft Kommentar, David Dorn, 6.4.2020

«Es ist absolut zentral, dass die öffentliche Hand nun wirtschaftspolitische Massnahmen ergreift, um die Nebenwirkungen dieses künstlichen 'Einfrierens' der Wirtschaft zu mildern. Die aktuellen Massnahmen der Schweizer Regierung wie grosszügige Kurzarbeit, subventionierte Kredite an Firmen etc. gehen dabei in die richtige Richtung. Es ist aber auch wichtig, dass wir besonders aufpassen, dass niemand durch die Maschen fällt, zum Beispiel Menschen ohne festes Einkommen oder Sans-Papiers, die kaum Sozialleistungen erhalten.»
Tachles Interview, Dina Pomeranz, 3.4.2020

«Gelingt uns der Rebound nach Corona? Die Menschen wissen noch so viel wie vor vier Wochen; die Fabriken stehen noch, und die Bedürfnisse der Menschen sind ebenfalls vorhanden. Solange die Firmen nicht tausendfach in Konkurs gehen und es so zu massiven Verwerfungen kommt, gibt es keinen Grund, warum wir nach dem Ende der Krise nicht bald wieder auf die gleiche Wirtschaftsleistung kommen sollten. Werden wieder mehr Kernfunktionen in den Staat zurückgeholt? Dass wir demnächst wieder mehr Staat wagen werden, ist wahrscheinlich. Erstmal merkt man: Nur der Nationalstaat ist wirklich handlungsfähig in Krisenzeiten. Europa, Weltgesundheitsorganisation, G7: Niemand koordiniert und interveniert effektiv – mit Ausnahme der Nationalstaaten oder der föderalen Länder, die wirklich die Hoheit haben.»
Vontobel Interview, Joachim Voth, 2.4.2020

«Müssen wir uns tatsächlich verabschieden von der Erwartung, dass der weltweite Gedanken- und Warenaustausch immer Neues hervorbringt und den Wohlstand erhöht? Zwingt der Kampf gegen Viren die Wirtschaft zu einer Demontage der hocheffizienten globalen Produktionsstrukturen? Die Antwort von Hans-Joachim Voth, 'Die globale Verflechtung und die internationale Arbeitsteilung haben enorme Vorteile gebracht, Hunderte Millionen Menschen wurden aus bitterer Armut geholt, vor allem auch in China'. Es wäre seiner Ansicht nach extrem schädlich für die Weltwirtschaft, nun die Globalisierung zurückzudrehen und die Strukturen zu zerstören,. Man müsse klar sehen, dass der grösste Vorteil der Globalisierung aus dem freien Warenaustausch stammt, und die Infektionen kommen ja nicht von da her.'»
Weltwoche Artikel, Joachim Voth, 1.4.2020

«Wir befinden uns in einer privilegierten Position. Die Schweiz erfuhr in den letzten Jahrzehnten einen Ausbau des Sozialstaates. Welcher Vorteil dies in einer schweren Krisenlage bedeutet, illustriert der Vergleich mit den USA: Letzte Woche verloren mehr als drei Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner ihren Job, von einem Tag auf den anderen, und damit viele auch ihre Krankenversicherung.»
Tagesanzeiger Interview, Ernst Fehr 1.4.2020

«Auch sämtliche Ökonominnen und Ökonomen des Department of Economics der Universität Zürich äussern sich in einem Positionspapierpositiv zu Liquiditätsspritzen des Staates. Zu den Verfassern gehören die renommierten Professoren Ernst Fehr und David Dorn. Im Papier gehen sie dem Dilemma zwischen Pandemie-Bekämpfung und Anforderungen der Wirtschaft nach. Im Moment müssten 'Notlagen vermieden und Strukturen 'eingefroren' werden', heisst es darin. Der Staat könne sich weiter verschulden. Die Staatsschuldenquote in der Schweiz sei mit 40 Prozent vergleichweise niedrig.»
SRF Artikel, David Dorn und Ernst Fehr, 30.3.2020

«So haben Ökonomen der Universität Zürich errechnet, dass es sich lohnen würde, 13 Millionen Tests durchzuführen, um nur eine Woche Lockdown zu verhindern
NZZ Artikel, 29.3.2020

«Solange wir am Markt noch diese massiven Kursausschläge von bis zu 10 Prozent sehen, ist das Schlimmste noch nicht vorbei. Selbst damals in der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre, als die Kurse bis zu 80 Prozent einbrachen, gab es Tage, an denen die Kurse mal zehn Prozent hoch gingen. Die Wahrheit ist, dass die Unsicherheit noch so hoch ist, dass niemand weiss, was wirklich kommt.»
Handelszeitung Interview, Joachim Voth, 28.3.2020

«Alle Professorinnen und Professoren des Department of Economics der Universität Zürich haben sich nun zusammengetan und legen ein gemeinsames Positionspapier vor. Darin greifen sie insbesondere das Dilemma zwischen der Pandemie-Bekämpfung einerseits und den Anforderungen der Wirtschaft andererseits auf. Dieses Dilemma, so die erste These, bestehe nur kurzfristig. 'Mittelfristig hingegen ist das medizinisch Gebotene auch das wirtschaftlich Wünschenswerte.' Die wichtigste Massnahme seien nun Virustests und das sogenannte 'Contact Tracing', die Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten. So könne die Wirtschaft allmählich wieder zur Normalität zurückkehren.»
Handelszeitung Artikel, 28.3.2020

«Möglichst alle, oder zumindest zufällig ausgewählte Personen ('Randomized Testing') aus allen Bevölkerungsgruppen, sollten getestet werden. Nur so wissen wir, wie verbreitet das Virus wirklich ist, wo es sich befindet und wie gefährlich es ist. Sämtliche Ökonomen der Universität Zürich haben in einem Schreiben betont, dass die Kosten für ein solches Vorgehen sehr viel tiefer liegen als die der lahmgelegten Wirtschaft. Auch mit dieser Überlegung wird deutlich, dass zwischen Wirtschaft und Gesundheit kein Gegensatz besteht.»
Der Bund Leitartikel (Paywall), 28.3.2020

«Ökonomen der Uni Zürich haben eine grobe Kosten-Nutzen-Analyse von flächendeckenden Tests mit Contact-Tracing gemacht. Pro Woche Lockdown verliert die Schweizer Wirtschaft 4 Mrd. Fr. Die Kosten pro Test mit gegebenenfalls nachfolgendem Contact-Tracing (in 20% der Fälle) setzen sie auf 300 Fr. an. Damit würde es sich lohnen, 13 Mio. Tests durchzuführen, um nur eine Woche Lockdown zu verhindern.»
NZZ Artikel, 28.3.2020

«Zielkonflikte zwischen medizinischen und wirtschaftlichen Interessen bestehen nur in der kurzen Frist. Mittelfristig sehen wir viel stärker, dass es gemeinsame Interessen gibt. Denn was auch viele medizinische Forscher stark betonen ist, dass jetzt der Aufbau einer guten Testkapazität wichtig ist.»
Radio1 Interview, David Dorn, 27.3.2020

«Im Prinzip haben wir das Potenzial, genauso produktiv zu sein wie vorher. Wir haben nichts an Wissen verloren, wir haben kein Kapitalstock verloren, wir haben noch immer die gleiche Infrastruktur, die gleiche Bildung und die gleichen Institutionen. Ich sehe derzeit keinen Grund, warum wir nicht wieder auf das gleiche Niveau wie vor der Coronavirus-Krise kommen sollten. Dafür muss der Übergang aber möglichst reibungslos funktionieren. Wenn der Virus erst einmal unter Kontrolle gebracht ist, wird es leichter sein, die Wirtschaft wieder in Schwung zu kriegen als etwa bei der der Finanzkrise 2008. Damals war der ganze Finanzsektor kaputt.»
Cash Interview, Joachim Voth, 27.3.2020

«Es wird einen unwiderruflichen Schub für den Online-Handel geben: Viele Leute lernen jetzt gerade, wie man das macht. Diejenigen, die Berührungsängste hatten, machen das jetzt und stellen womöglich fest: Das ist bequem! Der Druck auf die Firmen, ihr Geschäft zu digitalisieren, wird weiter steigen, weil die Konsumenten das fortan verstärkt nachfragen werden.»
Bluewin Interview, Ernst Fehr, 27.3.2020

«David Dorn, einer der Autoren und international renommierter Wirtschaftsexperte, erklärt die Motivation: 'Es wird viel an scheinbaren ökonomischen Weisheiten herumgeboten. Wir wollen zeigen, dass eine Reihe von Einschätzungen zur gegenwärtigen Krise relativ unbestritten ist.' Den sich herausbildenden Konsens in der ökonomischen Wissenschaft angewandt auf die Schweiz darzustellen, sei deshalb ein wichtiger Zweck des Papiers.»
Tagesanzeiger Artikel, David Dorn, 26.3.2020

«Die Regierung Trump hatte lange Zeit kein Interesse daran, dass getestet wird. Sie hat so auf tief bleibende Zahlen gehofft. Ich denke, das ist genau das Verkehrte. Das grundlegende Problem ist aber, dass fast überall ein wichtiges Prinzip nicht befolgt wird: Wir brauchen Tests auf der Basis von Zufallsstichproben, weil sonst die Infektionszahlen fahrlässig verzerrt sind
Tagesanzeiger Interview, Ernst Fehr, 21.3.2020

«Die vordringlichste Aufgabe - und das wird bis jetzt sträflich vernachlässigt - ist es eine schweizweite Zufallsstichprobe zu erheben. Alle drei wichtigen Grössen würden gemessen werden: Infizierte, Nicht-Infizierte und Immune.»
NZZ Video Interview, Ernst Fehr, 21.3.2020

«Der Ausbruch des Wuhan-Virus weist einige interessante Parallelen zur Situation im Marseille von 1720 auf. Auch dort reagierten die örtlichen Behörden zunächst falsch, was die Verbreitung der Krankheit erst ermöglichte. In Wuhan und Marseille folgte dann eine drastische Einschränkung der Mobilität für Menschen in der betroffenen Region, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. In beiden Fällen war die Massenquarantäne nur teilweise von Erfolg gekrönt.»
Finanz und Wirtschaft Kommentar, Joachim Voth, 2.3.2020

«Ich glaube, es gibt nicht viele reine Egoisten. Sonst wäre es nicht gelungen, praktisch übers Wochenende die Maskenpflicht durchzusetzen. Die meisten Leute sind sehr prosozial. Aber das Problem sind heute nicht die wenigen, die keine Maske im öffentlichen Verkehr tragen, sondern jene, die sich nach einer möglichen Infektion nicht in Quarantäne begeben – oder sogar noch in Bars oder Clubs gehen. Das ist eine extreme Form unverantwortlichen Handelns und müsste schon heute sanktioniert werden. Bei der Quarantäne ist die Gefahr des Trittbrettfahrens viel grösser, weil sie nicht so einfach kontrolliert werden kann. Sollte die Zahl der Neuansteckungen deutlich steigen, müsste man die Quarantäne klar anordnen und kontrollieren.»
Tagesanzeiger, Ernst Fehr, 24.7.2020

«'Pandemien gehören zu den grössten Schocks, die Volkswirtschaften treffen können', sagt Joachim Voth, 'sie sind eher selten, wenn sie einen aber erwischen, verändern sie das Leben ganz massiv.' Der Ökonom und Wirtschaftshistoriker hat den Einfluss von Seuchen in der Geschichte untersucht (...) 'Pandemien gehören zu den grössten Schocks, die Volkswirtschaften treffen können', sagt Joachim Voth, 'sie sind eher selten, wenn sie einen aber erwischen, verändern sie das Leben ganz massiv.' Der Ökonom und Wirtschaftshistoriker hat den Einfluss von Seuchen in der Geschichte untersucht.»
UZH Magazin 2/20, Joachim Voth, 8.7.2020

Interview- und Medienanfragen an maura.wyler@ubscenter.uzh.ch / 044 634 35 81
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Internationale Medien

«Can we trust clinical trials for COVID-19 vaccines or is pharmaceutical research corrupted by financial conflicts of interest? A recent VoxEU column by Christian Decker and co-authors summarizes their (pre-pandemic) research about the integrity of registered clinical trials.»
VoxEU, Christian Decker, 16.9.2020

«Fretting about robots in a downturn is not entirely irrational: firms appear to do most of their job-slashing during slumps. Nir Jaimovich of the University of Zurich and Henry Siu of the University of British Columbia argue that labour-market recoveries have grown weaker in recent decades as a result. Worries can be overdone, though. By the end of the decade unemployment had dropped like a stone and driverless vehicles were struggling to turn left. The earlier panic seemed a touch hysterical.»
The Economist, Nir Jaimovich, 30.8.2020

«Several economists have outlined this cyclical nature of automation. Nir Jaimovich of the University of Zurich and Henry E. Siu of the University of British Columbia reported that over three recessions in the last 30 years, 88% of job loss took place in ‘routine’ automatable occupations.»
HRD Strategy Panel, Nir Jaimovich, 24.6.2020

«Firms may come to view the pandemic as an opportunity to streamline production—through the use of remote-work and automating technologies, for example—potentially reducing labour demand down the road. Research by Nir Jaimovich of the University of Zurich and Henry Siu of the University of British Columbia finds that such structural shifts during downturns have contributed to the joblessness of recent recoveries.»
The Economist article, Nir Jaimovich, 2.5.2020

«Several economists have extensively documented the cyclical, selective nature of automation and employment disruption. Nir Jaimovich of the University of Zurich and Henry E. Siu of the University of British Columbia have reported that over three recessions in the past 30 years a whopping 88% of job loss took place in “routine”, highly automatable occupations — suggesting that automation accounted for “essentially all” of the jobs lost in the crises
The Economist article, Nir Jaimovich, 22.4.2020

«The more than 1,000 Fox viewers surveyed said they were much more likely to have changed their behavior before March 1 in response to the threat “if they watched Tucker,” said Yanagizawa-Drott, who teaches at the University of Zurich. “And if they watched Hannity, they’re much more likely to change behavior after March 1.” (...) “Already by mid March we see a statistically significant difference, that there are greater case loads in places that favor Hannity over Tucker,” Yanagizawa-Drott said. “Then weeks later, we see a similar trajectory increase for deaths.”»
Chicago Tribune article, David Yanagizawa-Drott, 20.4.2020

«Der Wirtschaftshistoriker Hans-Joachim Voth von der Universität Zürich sagt: 'Die Pestepidemie ist einer der Auslöser der Großen Divergenz zwischen Europa und dem Rest der Welt.' Unter der Großen Divergenz verstehen Historiker die Tatsache, dass die europäische Wirtschaft spätestens nach 1700 sehr viel leistungsfähiger wurde als die anderer Kulturen wie China und Arabien. Zusammen mit seinem Kollegen Nico Voigtländer (University of California) veröffentlichte Voth eine Studie, die den Zusammenhang beschreibt: Der Bevölkerungsrückgang durch die Pest war so massiv, dass er auch mit mehr Geburten so schnell nicht ausgeglichen werden konnte. Deshalb wurde Arbeit knapp und teuer: 'Über ein paar Generationen erlebte der alte Kontinent ein goldenes Zeitalter der Arbeit,' heißt in dem Papier.»
Süddeutsche Zeitung Artikel, Joachim Voth, 10.4.2020

Wird sich die Wirtschaft von der Corona-Krise rasch erholen? Dies sei leider nicht ausgemacht, meint Joachim Voth im Interview mit der Tagesschau (ARD). «Denn im Gegensatz zur Zeit der Spanischen Grippe haben wir heute einen gleichzeitigen Angebots- und Nachfrageschock, der für einen viel massiveren Wirtschaftseinbruch sorgen wird.» Im Vergleich zur Finanzkrise 2008 werde der gesamte Verlust an Wirtschaftsleistung viel kleiner sein - wenn wir dann die Wirtschaft in zwei, drei Monaten wieder hochfahren können. Voth warnt aber, dass kumulative Folgen durch weitere Virus-Wellen nicht ausgeschlossen sind.
ARD Interview, Joachim Voth 3.4.2020

«Standortdaten von den Handys der Bürger können helfen, dass sich das Virus langsamer ausbreitet. Südkorea, Taiwan und Singapur machen das vor. Sie setzen auf Massentests, dort werden die Leute gewarnt, wenn festgestellt wird, dass sie in der Vergangenheit mit infizierten Personen zusammen waren. Auch wir könnten eine virtuelle Pestmauer bauen. Das ist kein Hexenwerk.»
Spiegel Interview, Joachim Voth 31.3.2020

«The fundamental question that arises, however, is: how much mobility can and should a globalised world have? In other words, are we, the globalised world, to blame for the outbreak, like the greedy textile traders in Marseille in 1720? When SARS broke out, China was responsible for about 4% of global economic output; today, China’s share of the world economy is 16%, and growing. With the increase in economic strength, the interdependence with the rest of the world has exploded. Millions of people travel to and from China every year.»
VoxEU e-book chapter, Joachim Voth, 6.3.2020

«Nico Voigtländer, of the University of California, Los Angeles, and Hans-Joachim Voth, now of the University of Zurich, argue that the high incomes induced by plague led to more spending on manufactured goods produced in cities, and thus to higher rates of urbanisation. The plague effectively shoved parts of Europe from a low-wage, less urbanised equilibrium on a path more congenial to the development of a commercial, and then an industrial, economy.»
The Economist article, Joachim Voth, 12.3.2020

«Can we trust clinical trials for COVID-19 vaccines or is pharmaceutical research corrupted by financial conflicts of interest? A recent VoxEU column by Christian Decker and co-authors summarizes their (pre-pandemic) research about the integrity of registered clinical trials.»
VoxEU, Christian Decker, 16.9.2020

«Fretting about robots in a downturn is not entirely irrational: firms appear to do most of their job-slashing during slumps. Nir Jaimovich of the University of Zurich and Henry Siu of the University of British Columbia argue that labour-market recoveries have grown weaker in recent decades as a result. Worries can be overdone, though. By the end of the decade unemployment had dropped like a stone and driverless vehicles were struggling to turn left. The earlier panic seemed a touch hysterical.»
The Economist, Nir Jaimovich, 30.8.2020

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Positionspapier

Das von allen Professorinnen und Professoren des Department of Economics am 26.3.2020 unterzeichnete Positionspapier fasst den gegenwärtigen Konsens der ökonomischen Debatte zusammen und zeigt Handlungsoptionen für die Schweiz auf.

Das Coronavirus hat die Welt im Griff. Die Massnahmen zur Eindämmung des Virus haben bereits jetzt eine globale Wirtschaftskrise erheblichen Ausmasses hervorgerufen. Ziel dieses Beitrags ist es, unsere Sicht auf den Konsens zu beschreiben, der sich in der ökonomischen Disziplin nach intensiven Debatten über den Umgang mit der Krise abzeichnet, und herauszuarbeiten, was dies unserer Meinung nach für die Schweiz bedeutet. Dieser Konsens läuft im Wesentlichen auf die zwei Schlussfolgerungen Testen und Einfrieren hinaus. Mehr Informationen sind hier zu finden.

Das von allen Professorinnen und Professoren des Department of Economics am 26.3.2020 unterzeichnete Positionspapier fasst den gegenwärtigen Konsens der ökonomischen Debatte zusammen und zeigt Handlungsoptionen für die Schweiz auf.

Das Coronavirus hat die Welt im Griff. Die Massnahmen zur Eindämmung des Virus haben bereits jetzt eine globale Wirtschaftskrise erheblichen Ausmasses hervorgerufen. Ziel dieses Beitrags ist es, unsere Sicht auf den Konsens zu beschreiben, der sich in der ökonomischen Disziplin nach intensiven Debatten über den Umgang mit der Krise abzeichnet, und herauszuarbeiten, was dies unserer Meinung nach für die Schweiz bedeutet. Dieser Konsens läuft im Wesentlichen auf die zwei Schlussfolgerungen Testen und Einfrieren hinaus. Mehr Informationen sind hier zu finden.

Interview- und Medienanfragen an victoria.watts@econ.uzh.ch / 044 634 35 99
Interview- und Medienanfragen an victoria.watts@econ.uzh.ch / 044 634 35 99

Zitate

Die meisten Leute sind sehr prosozial. Aber das Problem sind heute nicht die wenigen, die keine Maske im öffentlichen Verkehr tragen, sondern jene, die sich nach einer möglichen Infektion nicht in Quarantäne begeben.
Tagesanzeiger, 24.7.2020
Ernst Fehr
Der seuchentechnisch wohl glücklichste Moment der Geschichte war 1976, als die Pocken besiegt waren und noch niemand etwas vom HI-Virus wusste.
UZH Magazin, 2/2020
Joachim Voth
Werden die Leute ungeduldiger, risikoscheuer oder zum Beispiel egoistischer? Das ist eine Frage, die mich brennend interessiert. Der Corona-Schock ist ein natürliches Experiment, um genau diese Fragen zu beantworten.
NZZ am Sonntag, 4.7.2020
Ernst Fehr
Die Corona-Krise treibt sicherlich die Debatte darüber an, welche Tätigkeiten in welchem Ausmass persönlichen Kontakt benötigen.
NZZ, 2.7.2020
David Dorn
Wir können die COVID-19-Krise dann erfolgreich bewältigen, wenn wir die Kooperation der Bevölkerung haben. Es ist letztlich immer eine Verhaltensfrage.
UBS Philantropie-Webcast, 23.6.2020
Ernst Fehr
Optimisten, die die Welt immer rosig sehen, haben im Leben viele Vorteile; wenn es um Pandemien geht, gilt das aber nicht.
UZH Magazin, 2/2020
Joachim Voth
Nichts kann die Legitimität einer vom Volk gewählten Regierung ersetzen, wenn es darum geht, Opfer und Einsatz von ­allen zu verlangen.
Finanz und Wirtschaft, 8.6.2020
Joachim Voth
Die Afro-Amerikanischen Bürger sind von der Wirtschaftskrise aber auch von der medizinischen Krise besonders stark betroffen.
SRF «ECO», 8.6.2020
David Dorn
Es ist Unklug in Krisenzeiten zu sparen. Das schadet der Konjunktur.
SRF «Rendez-vous», 29.5.2020
David Dorn
Es wäre gerade in dieser Phase zentral, dass der Bundesrat regelmässige Tests vornimmt. Es braucht repräsentative Zufallsstichproben in der Bevölkerung. Nur so können wir die Situation in den unterschiedlich betroffenen Regionen der Schweiz richtig einschätzen.
SonntagsBlick, 25.5.2020
Ernst Fehr
Die Konkurswelle könnte weit über eine produktive, schöpferische Zerstörung hinausgehen. Diese Gefahr besteht. Es würden wirtschaftliche Strukturen zerstört, die eigentlich erhaltenswert sind.
Luzernerzeitung, 2.5.2020
David Dorn
Does the information matter early on in a pandemic like this for health outcomes and behavior?
Chicago Tribune, 20.4.2020
David Yanagizawa-Drott
Der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit haben bisher nichts unternommen, um breit angelegte – auf einer repräsentativen Stichprobe beruhende – Tests auf Infektionen durchzuführen. Ausserdem wurde zu wenig unternommen, um die Infektionswege zwischen Individuen mittels Contact-Tracing zu identifizieren.
NZZ, 11.4.2020
Ernst Fehr
Die Pestepidemie ist einer der Auslöser der Großen Divergenz zwischen Europa und dem Rest der Welt.
Süddeutsche Zeitung, 10.4.2020
Joachim Voth
Es geht natürlich darum hier Anreize zu haben, dass die Unternehmen versuchen, auch in der schwierigen Lage in der sie sind, möglichst gut zu Geschäften, möglichst Kosten zu vermeiden.
SRF ECO, 6.4.2020
David Dorn
Im Gegensatz zur Zeit der Spanischen Grippe haben wir heute einen gleichzeitigen Angebots- und Nachfrageschock, der für einen viel massiveren Wirtschaftseinbruch sorgen wird.
ARD Tagesschau, 3.4.2020
Joachim Voth
Für ärmere Länder ist die Situation viel herausfordernder. In reicheren Ländern wie der Schweiz haben wir viel mehr Ressourcen, von denen wir zehren können, auch wenn es wirtschaftlich einmal nicht so rund läuft.
Tachles, 3.4.2020
Dina Pomeranz
Die aktuelle Krise unterscheidet sich jedoch deutlich von früheren Rezessionen. Betroffen sind nicht nur die schwächsten Branchen und Firmen, sondern auch viele Wirtschaftszweige und Unternehmen mit solidem Geschäftsmodellen und intakten Zukunftsperspektiven.
Finanz und Wirtschaft, 6.4.2020
David Dorn
Man muss klar sehen, dass der grösste Vorteil der Globalisierung aus dem freien Warenaustausch stammt, und die Infektionen kommen ja nicht von da her.
Weltwoche, 1.4.2020
Joachim Voth
Was wir derzeit erleben, ist ein enormer Gemeinsinn und, ja, auch Grosszügigkeit – vor allem gegenüber den älteren Menschen.
Tagesanzeiger, 1.4.2020
Ernst Fehr
Auch wir könnten eine virtuelle Pestmauer bauen. Das ist kein Hexenwerk.
Spiegel, 31.3.2020
Joachim Voth
Man kann nicht die Wirtschaft töten, um 10 Prozent dauerhaft vor einem Gesundheitsrisiko zu schützen.
Handelszeitung, 28.3.2020
Joachim Voth
Es wird viel an scheinbaren ökonomischen Weisheiten herumgeboten. Wir wollen zeigen, dass eine Reihe von Einschätzungen zur gegenwärtigen Krise relativ unbestritten ist.
Tagesanzeiger, 26.3.2020
David Dorn
Das grundlegende Problem ist aber, dass fast überall ein wichtiges Prinzip nicht befolgt wird: Wir brauchen Tests auf der Basis von Zufallsstichproben, weil sonst die Infektionszahlen fahrlässig verzerrt sind.
Tagesanzeiger, 21.3.2020
Ernst Fehr
Wie viel Mobilität kann und will sich eine globalisierte Welt leisten?
Finanz und Wirtschaft, 2.3.2020
Joachim Voth
Die vordringlichste Aufgabe - und das wird bis jetzt sträflich vernachlässigt - ist es eine schweizweite Zufallsstichprobe zu erheben. Alle drei wichtigen Grössen würden gemessen werden: Infizierte, Nicht-Infizierte und Immune.
NZZ, 21.3.2020
Ernst Fehr

Archiv

  • Profits vs integrity: Why we may trust registered clinical trials VoxEU 16.9.2020 read

  • The fear of robots displacing workers has returned The Economist 30.8.2020 read

  • «Bei der Quarantäne ist die Gefahr des Trittbrettfahrens gross» Tagesanzeiger Interview mit Ernst Fehr vom 24.7.2020 lesen

  • Steigbügelhalter des Wohlstands UZH Magazin 2/2020 lesen

  • Top-Ökonom Ernst Fehr: «Unsere Professoren mussten sich selbst entmachten» NZZ am Sonntag Interview vom 4.7.2020 lesen

  • Die Freiheit und das Virus: Verantwortung wahrnehmen – nicht nur für sich selbst NZZ 4.7.2020 lesen

  • Ökonom David Dorn: «Ein Arbeitsloser im amerikanischen Rostgürtel lässt sich nicht davon überzeugen, dass die Globalisierung gut ist, nur weil dadurch viele Chinesen an Einkommen gewonnen haben» NZZ Interview vom 2.7.2020 lesen

  • 5 trends to look out for in the post-pandemic workplace HRD Connect 24.6.2020 read

  • Das Masken-Desaster Beobachter vom 24.6.2020 lesen

  • Nach COVID-19: Richtig vorbereitet in die Zukunft UBS Philantrophie-Webcast mit Ernst Fehr vom 23.5.2020 schauen

  • Schweiz, du hast es besser! UZH Magazin Nr. 2/2020 lesen

  • Pandemie und Wettstreit der Systeme Finanz und Wirtschaft Kommentar von Joachim Voth vom 8.6.2020 lesen

  • «Die USA haben mehr Jobs verloren als geschützt» SRF «ECO» Interview mit David Dorn vom 8.6.2020 schauen

  • Schuldenberg wegen Coronakrise SRF «Rendez-vous» Interview mit David Dorn vom 29.5.2020 hören

  • Neue Ideen zum Umgang der Schweiz mit den Corona-Schulden NZZ vom 26.5.2020 lesen

  • Star-Ökonom Ernst Fehr kritisiert Landesregierung SonntagsBlick Interview mit Ernst Fehr vom 25.5.2020 lesen

  • Wie der Bund die Schulden wieder in den Griff kriegt Tagesanzeiger vom 23.5.2020 lesen

  • Ökonomieprofessor warnt: «Es ist problematisch zu sagen, die Restaurantbesitzer haben halt Pech gehabt» Luzernerzeitung Interview mit David Dorn vom 2.5.2020 lesen

  • Why the unemployed in America could face a lost decade The Economist 2.5.2020 read

  • Eingebettete Experten Weltwoche vom 29.4.2020 lesen

  • Will the covid-19 pandemic accelerate automation? The Economist 22.4.2020 read

  • Sean Hannity sehen und sterben The Market by NZZ vom 22.4.2020 lesen

  • Coronavirus deaths greater where Fox News viewers watched ‘Hannity’ more than Tucker Carlson, says U. of C. study Chicago Tribune 20.4.2020 read

  • Corona-Krise: So wollen Schweizer Ökonomen das Land vom Lockdown befreien NZZ Interview mit Ernst Fehr vom 11.4.2020 lesen

  • Wird aus der Marktwirtschaft nun eine Staatswirtschaft? SRF ECO Interview mit David Dorn vom 10.4.2020 lesen

  • Die Ökonomie des Todes Süddeutsche Zeitung vom 10.4.2020 lesen

  • Corona – A-fonds-perdu-Beiträge, nicht nur Kredite SRF ECO Interview mit David Dorn vom 6.4.2020 schauen

  • Wie die Volkswirtschaft überlebt Finanz und Wirtschaft Kommentar von David Dorn vom 6.4.2020 lesen

  • «Es darf niemand durch die Maschen fallen» Tachles Interview mit Dina Pomeranz vom 3.4.2020 lesen

  • Pandemien und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft ARD Interview mit Joachim Voth vom 3.4.2020 schauen

  • Location-Tracking statt Hausarrest: Die Welt nach Corona Vontobel Interview mit Joachim Voth vom 2.4.2020 lesen

  • Ein Herz für die Globalisierung Weltwoche Artikel vom 1.4.2020 lesen

  • «Der Wert eines Menschenlebens ist nicht unendlich gross» Tagesanzeiger Interview mit Ernst Fehr vom 1.4.2020 lesen

  • Wir könnten eine virtuelle Pestmauer bauen Spiegel Interview mit Joachim Voth vom 31.3.2020 lesen

  • Unternehmen wollen Gratisgeld vom Staat SRF vom 30.3.2020 lesen

  • Trotz etwas gebremster Verbreitung ist derzeit kein schnelles Ende des Lockdown in Sicht NZZ vom 29.3.2020 lesen

  • «Man kann nicht die Wirtschaft töten, um 10 Prozent dauerhaft vor einem Gesundheitsrisiko zu schützen» Handelszeitung Interview mit Joachim Voth vom 28.3.2020 lesen

  • Strukturen einfrieren – und dann testen, testen, testen Handelszeitung vom 28.3.2020 lesen

  • Was geht vor, Gesundheit oder Wirtschaft? Der Bund vom 28.3.2020 lesen

  • Coronavirus: Acht Ideen, wie wir den Lockdown doch etwas schneller überwinden könnten NZZ vom 28.3.2020 lesen

  • Bundesrat Ueli Maurers Milliardenhilfe in Corona-Zeiten SRF Samstagsrundschau vom 28.3.2020 hören

  • David Dorn: Interview mit Schawinski Radio 1 vom 27.3.2020 hören

  • «Ist es ökonomisch sinnvoll, Junge einzusperren, um Ältere zu schützen? Diese Frage wird kommen» Cash vom 27.3.2020 lesen

  • «Unwiderruflicher Schub» – Krise krempelt Wirtschaft um Bluewin Interview mit Ernst Fehr vom 27.3.2020 lesen

  • Was die Ökonomen empfehlen Tagesanzeiger vom 26.3.2020 lesen

  • Coronavirus: Ökonom fordert repräsentativen Test NZZ Video Interview mit Ernst Fehr vom 21.3.2020 schauen

  • «Für die Schweiz bin ich optimistisch» Tagesanzeiger vom 21.3.2020 lesen

  • Trade and travel in the time of epidemics VoxEU e-book chapter by Joachim Voth 6.3.2020 download

  • Throughout history, pandemics have had profound economic effects The Economist 2.3.2020 read

  • Reisen und Handeln in Zeiten der Epidemie Finanz und Wirtschaft Kommentar von Joachim Voth vom 2.3.2020 lesen

Interview- und Medienanfragen

Head of Communication, UBS Center for Economics in Society
Dr. Maura Wyler
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